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Porsche Outperformer


12.12.2000
Merck Finck & Co.

Laut Merck Finck & Co vergrößert sich der Produktmix bei Porsche (WKN 693773) stetig.

Porsche habe im Rechnungszeitraum 1999/2000 einen um 15% höheren Umsatz erzielt, wobei der Inlandsanteil um 6,5% auf 895 Millionen DM gefallen sei, während das Exportgeschäft um 25% auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen sei und damit jetzt einen Anteil von 75,5% des Umsatzes ausmache.

Porsches Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen sei durch einen Anstieg der Materialkosten (von 49,3% auf 54,1%) von 11,7% auf 11,2% gesunken. Dieser Kostenanstieg sei insbesondere durch ein höheres Volumen und die Produktion des Boxters in Finnland zu begründen. Weiterhin würden die Entwicklungskosten für den SUV Cayenne die 500 Millionen Euro überschreiten. Weitere Kostenblöcke wie Personal würde rigide kontrolliert und daher leicht sinken.


Der guten Zinssituation von 31,4 Millionen Euro stünden Einkommensverluste aus Investitionen in Höhe von -15,9 Millionen Euro gegenüber, bedingt durch die Umstrukturierung des Finanzierungsgeschäfts in den USA. Mit einem Gewinn vor Steuern von 434 Millionen Euro (+24,7%) sei ein Anstieg der Marge auf 11,9% zu verzeichnen. Der Unternehmenssteuersatz habe bei 51% gelegen und drücke Porsches Nettogewinnmarge auf 5,9%. Für die kommenden Jahre werde hier eine Verbesserung von 10% erwartet.

Porsches Bilanz sei erfreulich gesund. Das Gesamtvermögen sei um 15% auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Entwicklung der Forderungen und des Warenbestands sei sehr positiv, letzterer sei um 18,2% auf 468 Millionen Euro aufgrund der hohen Nachfrage gesunken. Die Investitionen von 224 Millionen Euro seien durch den auf 424 Millionen Euro gestiegenen Cash Flow getragen worden. Porsche zeige sich erfreulich unabhängig von den Dollarkursen, da 90% des Fahrzeuggeschäfts vor einem sinkenden Dollar abgesichert sei.

Laut Porsche werde der US-Markt stabil bleiben aufgrund der vollen Auftragsbücher und der Kunden, die weniger abhängig von Dividenden der Wall Street seien. Porsche plane die Verbesserung des Händlernetzes nicht nur in den USA, sondern auch in Südafrika, Asien und bestimmten Staaten Europas, um der Nachfrage gerecht zu werden. Trotz steigender Entwicklungskosten für den sich erweiternden Produktmix werde weiterhin mit überdurchschnittlichen Gewinnen gerechnet.

Die Analysten sind der Meinung, daß Porsche unabhängig von Automobilmarktzyklen sei und als Luxusgut weiterhin gut verkauft werden könne. Der Aktiensplitt 1:10 werde zudem weitere Investoren anziehen; daher bleibe die Einschätzung bei „Outperformer“.




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